Wissenschaftliche Hintergrundinformationen

Hinweis:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass sich die nachfolgend beschriebenen pharmakologischen Wirkungen aus der Fachliteratur zu den jeweiligen Heilpflanzen nicht auf die eingesetzten Extrakte der beschriebenen Nahrungsergänzungsmittel der Firma Naturwerk beziehen.

Diese Daten wurden nur bei entsprechenden phytotherapeutisch eingesetzten Extrakten zur Herstellung registrierter Arzneiprodukte nachgewiesen und dokumentiert.

Die Kommission E bezeichnet eine selbstständige wissenschaftliche Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Deutschland. Diese Kommission berät das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in der Regel bei der Registrierung von traditionellen Arzneimitteln und von Arzneimitteln der besonderen Therapierichtungen

  1. Arzneipflanzen die auch in Nephrofive von Naturwerk eingesetzt werden:

Löwenzahn (Taraxacum offinicalis W.)
Der Auszug aus der Monographie der Kommission E für diese Arzneipflanze benennt folgende Anwendungsgebiete bei Einnahme: Choleretische und diuretische Wirkungen sowie appetit- anregende Eigenschaften. Diese Arzneidroge wird auch bei Störungen des Gallenflusses und dyspeptische Beschwerden eingesetzt. Weiterhin werden volksmedizinisch Anwendungen bei Beschwerden im Bereich von Magen und Darm wie Völlegefühl, Blähungen und Verdauungsbeschwerden beschrieben. Von der ESCOP (European Scientific Cooperative for Phytotherapie) wurde eine Monographie für Taraxaci folium für die Begleittherapie bei Erkrankungen verabschiedet, bei denen eine vermehrte Diurese wünschenswert ist (u.a. Nierengrießbildung, Rheuma etc.). Nach Expertenmeinung ist für die diuretische Wirkung fast ausschließlich der hohe Kaliumgehalt verantwortlich. Daneben scheinen die Sesquiterpenlactone und andere Bitterstoffe wirkverantwortlich zu sein.

Brennnessel (Urtica dioica L)
Der Auszug aus der Monographie der Kommission E für diese Arzneipflanze benennt folgende Anwendungsgebiete bei Einnahme: Erhöhung des Miktionsvolumens. Erhöhung des maximalen Harnflusses. Erniedrigung der Restharnmenge sowie Miktionsbeschwerden bei Prostataadenom Stadium I bis II. Eine Wirkungsweise mit Eingriffen in den Hormonstoffwechsel sowie mit entzündungshemmenden Effekten, basierend auf Flavonoiden und Kaffeesäurederivaten wird beschrieben.

Schachtelhalm (Equisetum arvense L.)
Der Auszug aus der Monographie der Kommission E für diese Arzneipflanze benennt folgende Anwendungsgebiete bei Einnahme: Wegen seiner diuretischen Wirkung eignet er sich bei der Behandlung von posttraumatischen und statischen Ödemen und wird zur Durchspülung bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und bei Nierengrieß eingesetzt. Die diuretische Wirkung wird vornehmlich den phenolischen Bestandteilen, d.h. den Flavonoiden und Kaffeesäurederivaten zugeschrieben. Der therapeutische Effekt bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und bei Nierengrieß besteht vor allem in einer verbesserten Durchspülung, ohne Ausscheidung von Natrium- und Kaliumionen. 

Echtes Goldrutenkraut (Solidago virgaurea L.)
Der Auszug aus der Monographie der Kommission E für diese Arzneipflanze benennt folgende Anwendungsgebiete bei Einnahme: Durch seine diuretischen, schwach spasmolytischen und antiphlogistischen Wirkungen, basierend auf den pflanzentypischen Saponinen und Polyphenolen, wird er zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege, Harnsteinen und Nierengrieß und zur vorbeugenden Behandlung bei Harnsteinen und Nierengrieß eingesetzt.  Sie gilt als entzündungswidriges Diuretikum. Sie findet vor allem im Sinne einer Durchspülungstherapie Verwendung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege, bei Blasen- und Nierenentzündungen, bei Nierensteinen und –grieß. Dabei ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr Voraussetzung. Potentiell wirksamkeitsbestimmende Inhaltsstoffe werden für die anti-inflammatorische, diuretische und steintreibende urologische Wirkung beschrieben. 

  1. Arzneipflanzen die auch in Hepafive von Naturwerk eingesetzt werden:

Schafgarbe (Achillea millefolium L.)
Der Auszug aus der Monographie der Kommission E für diese Arzneipflanze benennt folgende Anwendungsgebiete bei Einnahme: Appetitlosigkeit, dyspeptische Beschwerden wie leichte, krampfartige Beschwerden im Magen-Darm-Bereich und beschreibt die Wirkungen wie folgt: choleretisch, antibakteriell, adstringierend und spasmolytisch. Wissenschaftlich gesehen werden Sesquiterpenlactone als Bitterstoffe bei Appetitlosigkeit sowie zur Förderung der Gallensekretion verantwortlich gemacht. C-Glykosylflavonoide scheinen die antihepatotoxische Wirkung zu unterstützen.

Artischocke (Cyara Cardunculis L)
Der Auszug aus der Monographie der Kommission E für diese Arzneipflanze benennt folgende Anwendungsgebiete bei Einnahme: Dyspeptische Beschwerden und beschreibt die Wirkung wie folgt: Choleretisch. Wissenschaftlich gesehen werden Caffeoylchinasäurederivate und die enthaltenen Flavonoide für die positive Beeinflussung bei funktionellen dyspeptischen Beschwerden, die durch unzureichende Gallensekretion bedingt sind, verantwortlich gemacht. Dadurch kommt es zu einer Normalisierung der gestörten Leber-Gallenfunktion, wobei auch eine Beeinflussung des Lipidstoffwechsels durch Senkung der Gesamtcholesterin- und Triglyceridwerte um etwa 10-12% eine nicht zu unterschätzende positive Gesamtwirkung darstellt.

Teestrauch (Camellia sinensis L. O. KUNTZE, syn. Thea sinensis L.)
Die allgemeine wissenschaftliche Literatur beschreibt für diese Genusspflanze folgende Anwendungsgebiete bei Einnahme: Steigerung des gastointerstinalen Transits (GIT). Für die im Tee vorhandenen Polyphenole sind eine Reihe von interessanten pharmakologischen Effekten, vor allem antioxidative und antikarzinogene Wirkungen nachgewiesen worden, die durch eine Reihe von positiven Befunden erweitert wurden.

Mariendistel (Silybum marianum L.)
Der Auszug aus der Monographie der Kommission E für diese Arzneipflanze benennt folgende Anwendungsgebiete bei Einnahme: dyspeptische Beschwerden sowie Intervention bei toxischen Leberschäden und zur unterstützenden Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen und Leberzirrhose. Wissenschaftlich wird die Wirkung vorrangig auf die Stoffkombination Silymarin zurückgeführt, die antagonistisch gegenüber zahlreichen Leberschädigungsmodellen wirkt und auf zwei Angriffspunkte bzw. Wirkungsmechanismen wirken sollen, wobei zum einen die Struktur der äußeren Zellmembran der Hepatocyten derart verändert wird, dass Lebergifte nicht in das Zellinnere eindringen können. Zum anderen stimuliert Silymarin die Aktivität der nucleolären Polymerase A mit der Konsequenz einer gesteigerten ribosomalen Proteinsynthese, wobei die Regenerationsfähigkeit der Leber angeregt und die Neubildung von Hepatocyten stimuliert werden. In vielen Publikationen werden weitere darüberhinausgehende Wirkungen postuliert und teilweise bewiesen, die hier nicht im Einzelnen dargestellt werden sollen.

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